Sebastian Krome

HackingDay in Hamburg: Kreativ mit Google Maps

Bereits zum wiederholten Mal hat CGI einen HackingDay veranstaltet. Die Idee dahinter: interessierte CGI-Kolleginnen und -Kollegen deutschlandweit zusammenzubringen, um neue Ideen zu generieren und das innovative Denken zu fördern. Mittelfristiges Ziel ist es, eine Community aufzubauen, die regelmäßig zusammenkommt und sich über aktuelle Themen und Trends in der IT-Welt austauscht.

Nachdem sich der HackingDay in Berlin um das Thema „Personal Assistent“ mit Alexa von Amazon drehte, ging es in Hamburg darum, die neue Google Maps Platform zu erkunden, unter der die bisherigen Google Maps APIs zusammengeführt wurden.

Über die Google Maps Platform mit den Bereichen Maps, Routes und Places werden 18 APIs angeboten. Damit können Daten und Funktionen von Googles Kartendienst in eigene Applikationen integriert werden – von der Anzeige statischer Karten über den Zugriff auf die POI-Daten bis hin zum Routenplaner.

In zwei Tagen zum Prototypen

Der HackingDay startete mit einem Vortrag über die Google Maps Platform. Innerhalb von 45 Minuten erhielten die Teilnehmer einen Überblick über die grundlegenden Funktionalitäten. Steckbriefartig wurden die einzelnen Produkte und deren zentrale APIs vorgestellt. Referenzprojekte veranschaulichten die Möglichkeiten der Plattform und zeigten zum Beispiel eindrucksvoll, wie eine eingefärbte Karte mit Markierungen die Customer Experience auf ein neues Level hebt.

Nach der Präsentation hatten alle kurz Gelegenheit, die vorgestellten Beispielprojekte selbst auszuprobieren. Einige nutzten die letzten Minuten bereits für die ersten Test-Requests, bevor es im anschließenden Brainstorming darum ging, die gewonnene Inspiration in neue Projektideen für die nächsten Stunden umzuwandeln.

Zunächst wurden lediglich Ideen generiert, die nach Ablauf der kurzen Timebox von sieben Minuten innerhalb von zwei Gruppen diskutiert, validiert und erweitert wurden. Zum Schluss hingen Gedanken zu sechs Anwendungen an der Wand – 18 Stunden später wurden die Ergebnisse präsentiert: Prototypen für drei der sechs Ideen, die ich hier kurz vorstelle.

PubCrawl

Nutzer der Anwendung Pub-Crawl sind Gruppen von Ortsfremden, die den Abend nicht nur in einer einzigen Kneipe verbringen möchten, sondern in der Umgebung möglichst viele Kneipen kennenlernen wollen. Nach Eingabe der Anzahl von Kneipen, die besucht werde sollen, sowie einer maximalen Distanz, die im Laufe des Abends zurückgelegt werden kann, wurden mit Hilfe der Google APIs Kneipen in der Nähe gesucht und die Route berechnet, die den Wünschen der Nutzer am besten entspricht.

Visualisierung von Schiffsrouten

Im Container Routing eines Kunden hat sich die Datenbasis geändert. Seitdem werden zu viele mögliche Routen zwischen Start- und Zielhafen angezeigt, und die Routenberechnung dauert sehr viel länger. Der Prototyp ist ein Visualisierungstool, das alle möglichen Routenoptionen auf einer Karte darstellt und farblich hervorhebt, wie oft eine Route zwischen zwei Häfen in allen vorgeschlagenen Routenoptionen vorkommt. Auf diese Weise  soll erkennbar werden, wo es Fehler in der neuen Datenbasis gibt.  

TimeHunter

Mit TimeHunter wurde eine Anwendung entwickelt, mit der man spielerisch seine Umgebung erkunden kann. Nutzer legen ein Spielfeld an, indem sie innerhalb eines Kartenausschnitts Markierungen setzen. Die angelegten Spielfelder können im Anschluss von anderen Nutzern bespielt werden: Ausgehend von der aktuellen Position des Spielers, werden ihm die drei Markierungen angezeigt, die am nächsten gelegen sind. Eine der angezeigten Markierungen ist ein Ziel, die anderen sind Nieten und verschwinden von der Anzeige, wenn der Nutzer sich ihnen nähert. Erreicht er das Ziel, muss er ein Mini-Game in der Anwendung spielen. Anschließend werden ihm die nächsten Markierungen auf der Karte angezeigt: erneut ein Ziel und mehrere Nieten, wobei sich die Anzahl der Nieten nach dem Erfolg des Nutzers beim vorangegangenen Mini-Game richtet. Auf diese Weise bewegen sich Spieler in mehreren Runden über das Spielfeld. Ziel ist es, derjenige zu sein, der dies in der kürzesten Zeit schafft.

Fazit

Viele Teilnehmer überraschte die Ergiebigkeit des Brainstormings und die Qualität der in der kurzen Zeit entwickelten Prototypen. Diese ließen sich dank Cloud-Technologien schon nach wenigen Stunden auf allen Smartphones aufrufen. Neben dem Ziel, die Google Maps Platform zu erkunden, bot der HackingDay auch die Chance, Kollegen aus anderen Teams und Regionen sowie deren Wissen, Fähigkeiten und Tätigkeitsbereiche kennenzulernen.


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