Ralf Kretzschmar-Auer

Mehr IT-Resilienz mit Cloud Foundry

In meinem letzten Blog habe ich beschrieben, wie moderne Systeme mit Fehlern im Ablauf umgehen sollten. Denn Fehlertoleranz ist ein sehr wichtiges Konzept, damit IT-Systeme uns nicht zu ihren Sklaven machen.

Ein weiteres wichtiges Konzept beim Umgang mit Fehlern ist Resilienz. Auch etwas, dass Sie bestimmt aus dem realen Leben kennen. Vielleicht ist Ihnen  auch schon mal der nette Spruch „HinfallenAufstehen – Krönchen richten – weitergehen“ begegnet. Unter den Damen ist er sehr beliebt. Und wir Männer können ihn uns auch ohne schlechtes Gewissen zu eigen machen.

Was verbirgt sich nun hinter Resilienz? Jeder von uns erlebt in seinem Leben Niederlagen. Wichtig ist es zu lernen, mit Niederlagen umzugehen. Ein resilienter Mensch nimmt die Niederlage an, richtet sich auf und lässt die Dinge weiterlaufen. Oder anders gesagt: Resilienz ist die Kraft, mit der man es vom Boden wieder auf die Beine schafft.

Und wie ist es in der traditionellen IT? Der einzige vorhandene Server crasht und alle sind am Bibbern: Fährt er wieder hoch? Ist das letzte Backup einspielbar? Und wenn nicht: Wie schnell können wir den Server wieder aufsetzen? Oh je, das ist alles andere als resilient!

Einen ersten Schritt zu mehr Resilienz in Ihrer IT erreichen Sie, wenn Sie ihre Sever nicht mehr von Hand aufsetzen. Tools wie Vagrant und Chef helfen Ihnen, den Verlust einer Maschine besser zu verkraften. Im Zweifelsfall ist eine neue Maschine schnell, automatisch und vor allem sicher wieder aufgesetzt. Wichtig ist dabei, dass Sie nach dem Aufsetzen alle nachträglich gemachten Änderungen ebenfalls über die Tools nachvollziehen. Sonst ist nach dem Crash der tolle, vollautomatisch aufgesetzte Server zwei Jahre älter, als Sie denken – und Sie sehen plötzlich ziemlich alt aus.

Virtuelle Maschinen sind auf den ersten Blick eine Alternative zu diesen Tools. Eine gesicherte Maschine lässt sich ohne Probleme wieder reaktivieren. Kein Wunder, dass virtuelle Maschinen in kürzester Zeit zum Industriestandard wurden! Was man damit jedoch nicht beherrscht, ist die Skalierung. Eine eingespielte VM ist ein Klon des Originals zu einem bestimmten Zeitpunkt. Mit gleicher, schlimmstenfalls veralteter Konfiguration.

Hier setzten Plattformen wie Cloud Foundry an: Die Plattform übernimmt das Aufsetzen auf Basis einer Standardmaschine und das anschließende korrekte Konfigurieren – selbst  dann, wenn skaliert werden soll (oder muss). Werden parallel zwei weitere Instanzen benötigt, stellt sie Cloud Foundry ganz einfach bereit. Alles funktioniert ohne weiteres Zutun!

Und was ist, wenn eine Maschine crasht? Cloud Foundry erkennt das sofort und versucht die Maschine wieder hochzufahren. Und wenn das nicht in einer vorgegebenen Zeit klappt, entsorgt Cloud Foundry die kaputte Maschine und ersetzt sie durch einen neuen, komplett aufgesetzten und korrekt in die Strukturen eingebundenen Nachfolger – und auch das ohne weiteres Zutun.

Ich finde das klasse. Sie auch? :-)

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