Zugegeben – zwar erscheint die Anforderung der Barrierefreiheit in der Gestaltung einer Software-Anwendung immer wichtig und plausibel, aber es war oft schwer, alle Erwartungen an barrierefreie Webanwendungen zu erfüllen.

Die digitale Transformation steigert die Bedeutung und den Anteil an computergestützter Arbeit weiter. Damit steigen auch der Stellenwert und die Notwendigkeit der Barrierefreiheit. Natürlich gelten für Intranet-Anwendungen die Vorgaben des Arbeitsschutzes, und die Mitbestimmungsgremien setzen Anforderungen hinsichtlich Barrierefreiheit durch.

Weil das aber oftmals abstrakt wirkt, zeige ich anhand von vier alltäglichen Erfahrungen, dass alle Nutzerinnen und Nutzer von Barrieren betroffen sind.

  • Smartphones sind nützlich, aber auf ihren kleinen Bildschirmen ist nur Platz für das Wesentliche.
  • Wer auch noch unterwegs arbeitet, setzt sich Ablenkung und schlechter Beleuchtung aus.
  • Oft hat man nur eine Hand frei oder ist Erschütterungen ausgesetzt.
  • Nicht zu vergessen, dass wir alle älter werden, und sich damit neue Barrieren auftun.

Die Monitore auf den Büroschreibtischen werden hingegen immer größer. Ergebnis: die übliche Intranetstartseite quillt über,  jeder Organisationsbereich drängt auf die Titelseite.

Wenn wir Webanwendungen für Intranets entwickeln, bauen wir gerne auf Standardprodukte wie Microsoft SharePoint auf. Gemessen an dessen Verbreitung findet sich am Markt aber erstaunlich wenig Erfahrung mit Barrierefreiheit. Aus dieser Not haben wir inzwischen eine Tugend gemacht. Unser Ansatz besteht im Kern darin, dass wir Barrierefreiheit, Navigation und Nutzerschnittstelle zusammen verbessern. Im Ergebnis erfüllen wir Anforderungen an die Barrierefreiheit im engeren Sinne und bieten allen Nutzerinnen und Nutzern eine Intranetanwendung auf dem Stand der Technik mit optimierter Navigation und zugeschnittenen redaktionellen Inhalten, die sich mit unterschiedlichsten Geräten abrufen lassen.

Uns motiviert, wie zufrieden unsere öffentlichen Auftraggeber und ihre Anwenderinnen und Anwender sich damit zeigen. Bei ihnen hat Barrierefreiheit erfahrungsgemäß einen hohen Stellenwert.

Neugierig? Lassen Sie uns reden - ich freue mich über Ihren Kommentar.

 


 

Barrierefreies Intranet

Die barrierefreie CGI-Intranetlösung wurde von und mit Nutzern mit einer Beeinträchtigung entwickelt und wird den aktuellsten Anforderungen der Barrierefreiheit gerecht. Screenreader-Tests der Benutzerführung und die Tastaturnavigation wurden in der Praxis erprobt und durch Tests mit Sehbehinderten geprüft. Die Überarbeitung der Inhalte und der Benutzerführung führt so zu einem besseren Benutzererlebnis für alle Anwendergruppen und wird dem Anspruch des öffentlichen Dienstes als Vorreiter der Inklusion und Barrierefreiheit gerecht.

Über diesen Autor

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Dr. Markus Tesmer

Director Consulting Services

Mit seinen Teams entwirft Markus Tesmer Prozesse und Verfahren für das E-Government und setzt sie mithilfe von Standardtechnologien von Microsoft, SAP oder Oracle/Java um. Mit vielseitiger Erfahrung in Beratungsmethodik, Projektsteuerung, IT-Sicherheit, Architektur und Betrieb begleitet er seine Kunden aus der öffentlichen Verwaltung auch, wenn nach ...

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