Unternehmen müssen mit einem wachsenden Datenvolumen effizient umgehen – vor allem muss die Datenqualität kontinuierlich sichergestellt sein. Darüber hinaus geht es in Zeiten der Digitalen Transformation darum, die Wettbewerbsfähigkeit zu steigern, etwa durch den Zukauf anderer Firmen oder den Verkauf von Tochtergesellschaften. Ein integriertes Datenmanagement, das Bestände zusammenführt oder voneinander trennt, spielt eine zentrale Rolle, um die Zukunftsfähigkeit zu sichern.

Vor dem Hintergrund der Digitalen Transformation stellen Unternehmen ihr Geschäftsmodell auf den Prüfstand. Sie trennen sich von Unternehmensteilen und kaufen andere attraktive Sparten hinzu. Eine der Herausforderungen solcher Transaktionen besteht darin, mit den neu hinzugekommenen Datenmengen und -modellen effizient umzugehen. In einer Vielzahl von Projekten hat CGI in diesem Umfeld umfangreiche Erfahrungen im Bereich „Integriertes Datenmanagement“ erworben. Die Vorgehensweise, die wir in unserer Suite für integriertes Datenmanagement (IDM Suite, inkl. Tools) zusammengefasst haben, lässt sich in fünf Best Practices zusammenfassen.

1. Check-up durchführen

Business- und IT-Berater erfassen mit einer standardisierten Vorgehensweise fachliche und technische Anforderungen der Datenbestände und Migrationsobjekte. Dabei werden auch sämtliche direkten und indirekten Beziehungen zwischen allen bedeutenden Datenhaltungssystemen auf sämtlichen relevanten Plattformen erfasst.
Ziel dieser Bestandsaufnahme ist unter anderem eine Identifikation von Einsparpotenzialen, die sich durch eine Optimierung der Datenbestände ergeben. Der Check-up ist der wichtigste Baustein für ein erfolgreiches Integrationsprojekt. Die Business- und IT-Berater erarbeiten einen Lösungsvorschlag, um Datenbestände aus unterschiedlichen Quellen zusammenzuführen, Altsysteme zu migrieren und aktuell nicht mehr benötigte Daten in eine Archivlösung zu verlagern. Eine manuelle Ermittlung komplettiert bei Bedarf die automatisierte Erfassung der Datenmodelle und des Datenbestands.

2. Set-up für das eigentliche Integrationsprojekt erstellen

Nach Abschluss der Bestandsaufnahme erfolgt eine Entscheidung über das weitere Vorgehen. Daran beteiligt sind neben den externen Beratern auch Führungskräfte aus der IT und den Fachabteilungen, da diese die fachlichen Anforderungen und Geschäftsprozesse am besten kennen. Gemeinsam legen die Experten, unter anderem abhängig von den Einsparpotenzialen und den erzielbaren quantitativen und qualitativen Vorteilen, den Projektumfang, das Budget und die Meilensteine fest. Nutzen Unternehmen in einer Anwendung bestimmte Daten nur noch sporadisch, kann dies erhebliche Kosten verursachen. Praxisbeispiele der CGI zeigen, dass durch Reduktion der benötigten Speicherkapazität um 25 Prozent und Senkung der Kosten durch technologische Ansätze von durchschnittlich 25 Euro pro GB und Monat auf unter 10 Euro sich die jährlichen Betriebskosten um mehr als 60 Prozent reduzieren lassen.

3. Details in einem Blueprint definieren

Hier entsteht der Plan für das künftige Datenmodell, die Objekte und deren Abhängigkeiten. In der Dokumentation wird beispielsweise auch festgelegt, bei welchen Meilensteinen die Arbeitsergebnisse mit den Fachabteilungen abgestimmt werden. Der Blueprint enthält das Grundgerüst des Migrationsprojekts und bildet die Basis für alle darauffolgenden Aktivitäten. Ferner enthält der Blueprint Maßnahmen, um nach einer Integration von Informationsbeständen eine hohe Qualität und die Verfügbarkeit der Daten zu gewährleisten.

4. Geplante Maßnahmen implementieren und testen

Anschließend setzen die IT-Berater, wie in einem klassischen Projektablauf vorgesehen, die geplanten Einzelaspekte aus dem Blueprint um. Ausführliche Tests und Qualitätssicherung schaffen die Grundlage für einen erfolgreichen Projektverlauf. Zum Einsatz kommt dabei etwa das risiko- und anforderungsbasierte Testen (Risk- and Requirements-based Testing, RRBT). Dazu untergliedert das Testteam die Gesamtlösung funktional und nimmt für jedes Teilprodukt eine Risikobewertung im Hinblick auf die Einsatzszenarien vor.

5. Überführung des Projekts in den produktiven Betrieb

Nach der Übergabe in den Produktivbetrieb sollten über einen zuvor definierten Zeitraum die Geschäftsprozesse und deren Ergebnisse aufgezeichnet und ausgewertet werden. Überprüft wird dann zum Beispiel auch, ob sich die anfangs ermittelten Einsparpotenziale einstellen, ob es Abweichungen gibt, wo eine weitere Justierung erforderlich ist und welche Ausbau- und Erweiterungsmöglichkeiten vorhanden sind.

Fazit

Mit standardisierten Verfahren der IDM Suite und den bewährten Tools unterstützt CGI Unternehmen dabei, aus Daten Wettbewerbsvorteile zu erzielen, ihre Agilität zu steigern und die Digitale Transformation erfolgreich zu meistern. Darüber hinaus stellen im internationalen Einsatz bewährte Analyse- und Migrationsmethoden eine hohe Effizienz, eine maximale Datenkonsistenz und einen Betrieb zu deutlich niedrigeren Total Cost of Ownership sicher. Diese Anforderungen sind insbesondere im Governance-, Risk- und Compliance-Umfeld gefragt, etwa auch dann, wenn es um die Umsetzung der Vorgaben aus der EU-Datenschutz-Grundverordnung geht.

 

Über diesen Autor

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Martin Witkowski

Senior Consultant, Daten- und Testdatenmanagement

Martin Witkowski ist Experte für das Daten- und Testdatenmanagement. Er berät Kunden von der Analyse bis zur Planung und unterstützt sie bei der Umsetzung.

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