In dieser Blog-Reihe beschreibe ich, wie sich Design Thinking nutzen lässt, um sich der Digitalen Transformation zu nähern (die ersten beiden Blog-Beiträge haben wir für Sie am Ende des Artikels verlinkt). Nachdem die Fragestellung konkretisiert wurde, können wir uns jetzt in eine erste Ideenfindungsphase begeben. Ziel ist es, viele Ideen zu generieren, die es ermöglichen, schnell erste Prototypen zu entwerfen. Die Vielzahl an unterschiedlichen Ideen erlaubt es, früh Lösungen auszuprobieren und Verbesserungen zu finden.

Design Thinking arbeitet nach dem Grundsatz: „Scheitere schnell und früh, umso mehr wirst du über eine mögliche Lösung lernen.“

In der Ideenfindung denken wir uns auch Lösungen aus, die keinerlei Restriktionen unterworfen sind (weder technisch, noch wirtschaftlich). Um möglichst viele innovative Ideen zu generieren, werden unterschiedliche Werkzeuge eingesetzt, die sowohl in individueller Arbeit als auch in Gruppenübungen zur Anwendung kommen. Ziel ist es, am Ende einer Ideenfindungsphase jede einzelne Idee in der Arbeitsgruppe zu präsentieren und zu besprechen.

Jetzt werden die Ideen daraufhin betrachtet, ob es vergleichbare oder sich ergänzende Ideen gibt, die helfen, die Lösungsmöglichkeit abzurunden. In dieser Phase ist die Interaktion recht hoch und die Teilnehmenden werden aufgefordert, ihre Ideen zu präsentieren und anschließend die überzeugendsten zu kennzeichnen. Jeder Teilnehmende hat hierbei das gleiche Stimmrecht. Durch die Einführungen vorhandener Restriktionen (zum Beispiel Zeit zur Umsetzung, Budget zur Implementierung, Mitarbeiter, die daran arbeiten können, oder wirtschaftliche Machbarkeit) lassen sich Ideen weiter konkretisieren und prüfen.

Am Ende der Ideenphase werden aus den priorisierten Ideen erste Lösungsansätze auf Papier erstellt, anhand derer sich aufzeigen lässt, wie die Idee die Fragestellung lösen kann. In dieser Phase ist der „Timeboxed-Ansatz“ von besonderer Bedeutung, denn es soll verhindert werden, dass zu viele „Ressourcen“ in nur eine Idee fließen.

Beispielhafte Ideen für die Fragestellung „Welche zeitsparenden Vorteile bringt die digitale Transformation unseren Kunden und Mitarbeitern?“ könnten sein:

  • bessere Suchfunktion,
  • direkter Onlinekontakt zu einem Menschen, um die Frage beantwortet zu bekommen,
  • direkter Link zu einem Onlineforum mit Suchfunktion, ohne lange Login-Prozeduren und User-Identifikationen,
  • neu kreierte Online-Suchmaske, die die Navigation erleichtert,
  • neugestalteter Prozess der Interaktion für Kunden und Mitarbeiter unter Wegfall der identifizierten Störfelde

Wie aus diesen Ideen Prototypen werden, werde ich im nächsten Blog-Beitrag beschreiben.

 

Alle Artikel aus der Serie Design Thinking finden Sie hier:

 

 

Über diesen Autor

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Birgit Blumberg

Direktor Consulting, Design Thinking Coach und Service Design Spezialist

Birgit Blumberg ist Design Thinking Coach und Service Design Specialist. Sie berät und unterstützt Kunden bei der Transformation von flexibel und agil gestalteten Services und Outsourcing Leistungen.

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