In dieser Blog-Reihe beschreibe ich, wie sich Design Thinking nutzen lässt, um sich der Digitalen Transformation zu nähern (den ersten der drei Blog-Beiträge finden Sie hier). Nachdem ich in Teil 3 erläutert habe, wie erste Ideen generiert werden, geht es nun darum, wie sich erste Prototypen bauen lassen.

Sinn jedes Prototyps ist es, die Lösungsideen anschaulich darzustellen und somit im wahrsten Sinne des Wortes „begreifbar“ zu machen. Prototypen werden mit einfachsten Mitteln in sehr kurzer Zeit hergestellt, denn sie sollen es vor allem ermöglichen, Lösungsideen zu testen, ohne einen immensen Ressourceneinsatz zu haben – weder bei der Herstellung noch beim späteren Testen.

Design Thinking arbeitet nach dem Grundsatz: „Erkläre deine Lösung immer anhand eines Prototyps und du erhältst direkt Vorschläge, die deine spätere Lösung an den Bedürfnissen der Nutzer spiegeln und verbessern.“

Prototypen können ganz unterschiedlich sein, sollten aber immer in einer stark begrenzten Zeit („timeboxed“) und mit sehr einfachen Mitteln erstellt werden, um den Aufwand und die Kosten so gering wie möglich zu halten. Ein Prototyp kann alles Mögliche sein – hier sind den Teams kaum Grenzen gesetzt. Von einem gemalten Storyboard über ein Bildschirmlayout bis hin zu einem Handyvideo ist alles denkbar. Wichtig ist nur, dass anhand des Prototyps die Lösung erklärbar, sichtbar und verständlich wird.

Beispielhafte Prototypen für die im letzten Blog-Beitrag genannten Ideen zur Fragestellung „Welche zeitsparenden Vorteile bringt die digitale Transformation unseren Kunden und Mitarbeitern?“ könnten sein:

  •     ein neues Bildschirmmaskenlayout (als Mock-up oder in PowerPoint) ,
  •     ein Rollenspiel (auf Video aufgenommen), das einen Videochat simuliert,
  •     ein Papier-Prototyp, mit dem Auswahlfunktionalitäten (Papierschieber) für eine verbesserte Suchfunktion dargestellt werden,
  •     ein „Storyboard“ über die veränderte Customer Journey,
  •     eine Ablaufbeschreibung in Bildern, die zeigt, wie ein neues Login-Verfahren den Zugang zu allen Diensten auf einmal ermöglichen könnte.

Die Prototypen dienen einzig dem Testen der Lösungen und dem Nutzerfeedback. Wie wir die Prototypen testen und was wir mit den Ergebnissen der Tests machen, werde ich im nächsten Blog-Beitrag beschreiben.

 

Alle Artikel aus der Serie Design Thinking finden Sie hier:

 

 

 

 

Über diesen Autor

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Birgit Blumberg

Direktor Consulting, Design Thinking Coach und Service Design Spezialist

Birgit Blumberg ist Design Thinking Coach und Service Design Specialist. Sie berät und unterstützt Kunden bei der Transformation von flexibel und agil gestalteten Services und Outsourcing Leistungen.

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