Is Big Brother watching?
Aktuelle IT-Systemlandschaften werden immer komplexer und dynamischer  ̶  somit kann es sich heutzutage kein Unternehmen mehr leisten, ohne ein verlässliches Monitoring zu arbeiten. Hier geht es aber nicht um das Bespitzeln ebensolcher Systemlandschaften, sondern darum, Probleme durch vorausschauendes Monitoring gar nicht erst entstehen zu lassen: proaktiv lautet das Stichwort.

Die Akzeptanz ist beim Thema Monitoring allerdings häufig eine Herausforderung. Viele Administratoren fühlen sich in die Karten geschaut. Doch wenn sie erst einmal erkennen, dass ihnen das Monitoring viel Arbeit abnehmen und Ärger ersparen kann, steigen sowohl Neugier als auch Akzeptanz stark an.

Sichtweise des Administrators
Ein einfaches Beispiel ist hier die fortlaufende Überwachung einer Festplatte. Mit der Zeit wird das darauf liegende Dateisystem immer voller. Das Monitoring hilft dem Administrator dabei, festzustellen, wann das Dateisystem entweder erweitert werden muss, oder ob er gar einen neuen Disk Shelf beim Hersteller ordern muss.
Der Administrator kann hier Grenzen definieren. Sobald diese überschritten werden  ̶  die Belegung des Dateisystems steigt z. B. auf über 85%  ̶  taucht dieser Zustand in einem Dashboard auf. Zusätzlich kann er sich per Mail oder über andere Wege informieren lassen. Oft kommen dann sogar Auslöser ins Spiel, die automatisiert Aktionen durchführen.

Sichtweise des Managements
Die Sichtweise des Managements ist naturgemäß weniger technisch, aber auch hier unterstützt das Monitoring: Mit Dashboards können Geschäftsprozesse abgebildet werden, die dem Management per Ampel auf einen Blick mitteilen, wie es um die Zahlen, Daten und Fakten steht. Viele Monitoring Lösungen beinhalten zudem auch Reporting Tools, anhand derer z. B. ersichtlich ist, ob die SLAs eingehalten wurden.

Zusammenspiel mit ITIL
Fallen Komponenten aus, kann das Monitoring über Schnittstellen auch Tickets in den entsprechenden Bereichen generieren. Hier befinden wir uns dann im Bereich des Incident Managements. Das Capacity Management wird u. a. durch das zuvor genannte Festplattenbeispiel mit einbezogen.

Visualisierung
Es heißt: "Ein Bild sagt mehr als 1000 Worte." Zustände und Werte können mittels Monitoring in unterschiedlicher Form graphisch dargestellt werden. So erlauben es bestimmte Lösungen, mit „MAPS“ zu arbeiten, d. h.  Lokationen (dies können z. B. Rechenzentren sein) werden auf einer Weltkarte  farbig dargestellt. Per drill-down lassen  sich eventuelle Probleme – etwa die defekte CPU eines Servers – per Klick bis in die Tiefe verfolgen. Ein anderes Beispiel zur Visualisierung sind Graphen, die Messwerte über den Überwachungszeitraum sammeln. Auf diese Weise lassen sich Trends zur Speicherauslastung erkennen.

Monitoring im Behördenumfeld
Als langjähriger IT-Partner der öffentlichen Verwaltung unterstützt CGI mit maßgeschneiderten Monitoring-Lösungen. Bei einem Kunden wurde beispielsweise gerade erfolgreich ein Checkmk Enterprise Monitoring System etabliert, welches aktuell weiterentwickelt und optimiert wird.  Auch ein Monitoring System unterliegt einer gewissen Dynamik und wächst. Mit mehr als 40 Jahren Erfahrung im Public Sector kennen wir die Anforderungen und können zielgenau weiterentwickeln.

Mein Fazit
Ein verlässliches IT-Monitoring ist heute nicht mehr wegzudenken.
Hat ein Unternehmen seine Hausaufgaben erledigt, können die Mitarbeiter nachts ruhig schlafen! Themen wie KI werden zudem noch viele neue Ansätze bringen, vielleicht erinnert sich noch jemand an den Film "Minority Report"?

Über diesen Autor

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Dirk Wehefritz

Director Consulting Services

Der Fokus seiner über 30-jährigen Berufserfahrung im öffentlichen Sektor sowie im Bereich Handel und Banken liegt in der technischen Realisierung und Beratung von IT-Projekten, wobei das Thema Digitale Transformation ...

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